Frau im Homeoffice
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Erfolgreich im HOMEOFFICE – Dresscode oder Schlabberlook?

Sind Sie selbstständig oder angestellt – und meistens allein in Ihrem Büro oder Homeoffice?

Im Büro Zuhause zu arbeiten, erfordert viel Selbstdisziplin und hat doch viele Vorteile: Man teilt sich seine Arbeit selbst ein, ist unabhängig und steckt nicht im Berufsverkehr. Außerdem müssen Sie sich nicht, wie im Büro, nach einem formellen Dresscode richten.

Prima, denken einige – da kann ich mich bequem im Schlafanzug und mit einer Tasse Kaffe vor den Rechner setzen.

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Businessgarderobe im Sommer – 7 Expertentipps

Sommer, Sonne, Sonnenschein – alles schön und gut, solange man im Bikini den ganzen Tag faul am Strand liegen kann. Bei Sommerhitze im Business Outfit, sieht das ganz anders aus.

Zu einem Kundentermin auch noch bei 30 Grad frisch und gut gekleidet zu erscheinen, kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Read More

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Dresscodes im Business – 5 Aspekte für Ihren perfekten Auftritt!

Was denken Sie über Dresscodes im Business? Veraltet – oder sinnvoll?! Was muss man beachten und wie sieht so ein Dresscode eigentlich aus?

Genau diese Frage stellen sich viele meiner Kundinnen und Kunden, darunter Selbstständige und Führungskräfte. Deshalb möchte ich das Thema in diesem Blogbeitrag ein wenig beleuchten.

Man mag über Business-Dresscodes denken was man will. Doch vor allem im Kundenkontakt von Unternehmen ist es wichtig einen Leitfaden für das Erscheinungsbild der Mitarbeiter zu definieren.

Dabei geht es nicht um starre Regeln oder Uniformen, sondern um Orientierungshilfen für mehr Sicherheit!

 1. Der erste Eindruck zählt – Freund oder Feind?!

Die visuellen Eindrücke spielen beim Erstkontakt eine wichtige Rolle. Wir ziehen Rückschlüsse vom Erscheinungsbild auf die Persönlichkeit; und im Beruf auf die Kompetenz. Richtig eingesetzt, können Sie Ihre Persönlichkeit und Kompetenz durch eine passendes Business Outfit unterstreichen.

Beim Erstkontakt entscheiden mit 55 % die visuellen Eindrücke wie Kleidung und Körpersprache. Gefolgt von 38 % mit unserer Stimme und nur 7% zählt der Inhalt dessen, was wir sagen. Irgendwie logisch – doch vielleicht erschreckt Sie diese tatsache dennoch.

„Es kommt doch auf die inneren Werte an!“

Stimmt! Allerdings  weiß Ihr Gegenüber davon  nichts bei der ersten Begegnung. Es steht nicht auf Ihrer Stirn geschrieben.

 

2. Ein positiver erster Eindruck verschafft Ihnen einen Vertrauensvorteil

Ihr Gegenüber fasst schneller Vertrauen, wenn Sie durch ein authentisches – zu Ihnen und dem Anlass passendem Erscheinungsbild überzeugen. Ein „negativer“ erster Eindruck muss erst mühsam revidiert werden. Im schlimmsten Fall, haben Sie keine Chance mehr dazu.

Es geht nicht darum in eine falsche Rolle zu schlüpfen, sondern Ihre Kompetenz für Ihr Gegenüber sofort sichtbar zu machen!

Durch eine dem Anlass angemessene Garderobe zeigen Sie Ihrem Gegenüber Ihre Wertschätzung. Daher: Lieber ein wenig overdressed als völlig underdressed. Letzteres kann als Desinteresse ausgelegt werden.

TIPP: Betrachten Sie sich aus der Perspektive des Kunden – was würden Sie von Ihrem Outfit und Auftreten erwarten …?

3. Absprachen geben Sicherheit beim Kundentermin

Immer weniger wird von Mitarbeitern aktiv gefordert sich an strenge Dresscodes zu halten. Vor allem da sich viele junge Mitarbeiter mehr Individualität und Lässigkeit beim Business-Look wünschen.

Eine weitere Herausforderung: Die Anforderungen einer Geschäftsgarderobe können je nach Branche, sogarr innerhalb eines Unternehmen und auch innerhalb eines Teams sehr variieren.

Die Konsequenz: Immer weniger Absprachen und Vorgaben.

Keinerlei Vorgaben bedeuten jedoch wenig Orientierung und damit wachsende Unsicherheit:

„Muss ich beim Fototermin Krawatte tragen?“

„Sind Jeans beim Kundentermin erlaubt?“

„Passen Sneaker zum Business-Look“

„Muss ich einen Designer-Anzug kaufen?“

Das sind typische Fragen in meinen Beratungen und Seminaren.

Tipp: Sprechen Sie sich vor Kundeterminen innerhalb Ihres Teams ab, damit Sie gemeinsam eine klare Linie zeigen!

 

4. Ein Dresscode ist ein Leitfaden – für mehr Orientierung

Ich empfehle in Unternehmen deren Mitarbeiter viel Kundenkontakt pflegen, einen Leitfaden bezüglich der Geschäftsgarderobe – nennen  wir es einen „soften Dresscode“.

Meine Erfahrung zeigt, dass Mitarbeiter diesen Leitfaden schätzen weil er ihnen Orientierung und Sicherheit gibt. Letztendlich kommt dies der Außenwirkung des Unternehmens zu Gute.

Nachfolgend sehen Sie eine Übersicht der 3 gängigsten Dresscodes. Die Grenzen sind oft fließend. Bei der Vielzahl an Branchen und den unterschiedlich Anforderungen innerhalb eines Unternehmens kann im Rahmen dieses Blogbeitrags kein pauschalisierter Hinweis gegeben werden. Die nachfolgenden Bilder und Beschreibungen sollen Ihnen einen ersten Überblick geben.

5. Dresscodes zur Orientierung

  • Formal Business:

Oft geschichtlich gewachsene Unternehmen mit starken Hierarchien (Banken, Versicherungen, etc.). Bei Männern ein grauer, schwarzer oder dunkelblauer Anzug mit weißen und pastellfarbenen Hemden. Frauen tragen ein Kostüm oder einen Hosenanzug mit pastellfarbener Bluse. Wenig Raum für Individualität.

  • Modern Business:

Zu finden in Unternehmen mit flacheren Hierarchien und flexiblen Strukturen. Kreativ, innovativ und erfolgreich im Teamwork (Softwarehäuser, Werbeagenturen, Marketingabteilung innerhalb eines Unternehmens etc.). Die Kleiderordnung ist entspannter und es wird viel Wert auf Stil, Modernität und Individualität gelegt. Die Krawatte ist kein Muss.

Dieser Dresscode setzt sich mehr und mehr durch und löst in vielen Branchen das „Formal Business“ ab.

  • Casual Business:

Bitte nicht zu verwechseln mit Casual. Es ist immer noch keine Freizeitgarderobe, sondern ein Outfit für den Beruf. Kombinationen aus Sakko und Chinohose, evtl. sogar Weste statt Sakko, extravagante Einstecktücher. Je nach Branche und Anlass kommen auch modische Sneakers in Frage. Besonderheit „Casual Friday“: Auch am Freitag gilt – was im Büro getragen wird, sollte auch nach Büro aussehen (gepflegt und nicht nachlässig).

 

Meine wichtigsten TIPPS für Sie zusammen gefasst – damit SIE überzeugen:

  1. Lieber overdressed als underdressed – damit zeigen Ihrem Gegenüber Wertschätzung
  2. Achten Sie auf hochwertige Materialien und Verarbeitung.
  3. Exakte Passform vermittelt Genauigkeit. Zu enge oder zu weite Kleidung wirkt wenig überzeugend.
  4. Teamwork auch beim Outfit: Sprechen Sie sich mit Ihren Kollegen vor einem Meeting ab (Krawatte und Jeans = Ja oder Nein?). Oder möchten Sie beim Kundetermin am Ende besser gekleidet sein als ihr Chef?!
  5. Perspektivwechsel: Betrachten Sie sich als Ihr Kunde. Wirken Sie überzeugend? Was erwartet Ihr Kunde von Ihrem Auftreten?

In meinen Seminaren, Vorträgen für Unternehmen und den Einzelberatungen für beispielsweise Solo-Selbstsändige, berücksichtige ich all diese Aspekte. Es wird analysiert welche Anforderungen Ihr Business-Look erfüllen sollte.

Für einen Businesslook in dem Sie sich wohlfühlen – und der WIRKUNG zeigt!

Bei Fragen bin ich für Sie da!

Herzlichst

Sonja Garrison

 

PS: Dieser Blogbeitrag könnte Sie auch interessieren: „Businessgarderobe im Sommer – 7 Expertentipps“

 


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Das Einstecktuch – 5 Tipps wie man es richtig kombiniert und faltet

Ein kleines Tuch mit großer Wirkung – das Einstecktuch!

Richtig kombiniert peppt es jeden Anzug, jedes Sakko und Westen auf. Und das nicht nur zum formellen Businessoutfit sondern auch für modische Freizeitlooks.

In den letzten Jahren wird die Krawatte immer weniger getragen. Das kann lässig – aber auch nachlässig wirken. Wenn Sie statt dessen ein Einstecktuch nutzen, wertet es Ihren Look auf und zeigt, dass Sie sich Gedanken um Ihr Auftreten gemacht haben. Vor allem für wichtige (Business) Termine können Sie damit überzeugen.

Mehr zu Business Dresscode finden Sie in diesem Beitrag (Link).

Die wichtigsten Tipps zum Einstecktuch haben ich Ihnen hier zusammengefasst. Vom Material, über das Kombinieren bis hin zu den wichtigsten Falttechniken.

Danach macht Ihnen in Sachen Einstecktuch so schnell keiner was vor …

5 wichtige Fakten & Tipps – inkl. Faltanleitungen:

1. Material für Einstecktücher

Der Klassiker unter den Einstecktüchern ist Weiß und aus feiner Baumwolle. Als Rechteck gefaltet ziert es die unterschiedlichsten Outfits. Daneben gibt es Tücher aus Leinen, Wolle, hochwertigen Mikrofasern und ganz edel wird das Tuch aus Seide. Um den edlen Look zu vollenden, können die Kanten des Tuchs „rolliert“ sein.

Einstecktuch

Seidentuch mit rollierten Kanten

2. Farbe und Muster fürs Einstecktuch

Mit einfarbigen Tüchern liegen Sie immer richtig. Sie sind schlicht, und einfach zu kombinieren. Wer sich auch bei der Farbe unsicher ist, greift zum klassisch weißen Einstecktuch. Für Abwechslung und Raffinesse sorgen Muster und markante Farben. Zeitlose und vielseitig kombinierbare Muster sind Karo, Paisley oder kleine Punkte. Besonders modisch sind derzeit florale und grafische Muster. Farblich liegen Sie bei Mustern in Blautönen richtig. Ganz aktuell sind Weinrot, Grün- und Petroltöne.

3. Das Einstecktuch richtig kombinieren

Jetzt wird’s knifflig – zwar gibt es keine strengen Regeln wie und wann ein Einstecktuch getragen wird. Doch beim Kombinieren von Mustern und Farben werden häufig Fehler gemacht, die man mit folgenden Tipps leicht vermeiden kann:

Orientieren Sie sich beim Kombinieren farblich an den dominierenden Musterfarben und weniger am Grundton. Verlieren Sie sich dabei nicht im (Farb)Detail. Es geht vielmehr darum die Farbtemperatur und das Gesamtbild aufzugreifen, als den einzelnen Farbton perfekt zu treffen.

  • Krawatte mit Muster & einfarbiges Tuch: Die dominierende Musterfarbe der Krawatte greifen Sie im Tuch auf.
  • Einfarbige Krawatte & gemustertes Tuch: Die Farbe der Krawatte wird im Tuch als dominierende Musterfarbe aufgegriffen (z. B. zur weinroten Krawatte ein Einstecktuch, welches im Muster ein Hauch von Weinrot aufgreift.)
  • Krawatte UND Tuch gemustert: NIEMALS sollten Krawatte und Einstecktuch das gleiche Muster und die gleiche Mustergröße aufweisen! Dies wirkt zu „gewollt“. Stilvoller: Unterschiedliche Muster in unterschiedlichen Größen (z. B. Kleines Paisley zu breiten Streifen bzw. breite Streifen zu kleinen Punkten).
  • Nur Einstecktuch: Ohne Krawatte getragen ist das Einstecktuch DAS Accessoire um Ihrem Outfit eine persönliche Note zu verleihen. Es zeigt Ihrem Gegenüber zudem, dass Sie nicht aus Bequemlichkeit die Krawatte weggelassen, sondern sich mit Ihrem Look bewusst auseinander gesetzt haben. Greifen Sie beim Tuch eine Farbe aus dem Outfit auf.

Spielen Sie schon in der Profi-Einstecktuch-Liga? Dann können Sie das Tuch auf das Hemd, ein farbiges Knopfloch am Sakko, die farbigen Schnürsenkel oder sogar Ihre Socken abstimmen. Im Zweifel aber bitte einen Profi fragen ;).

4. Einstechtuck falten – so kommt Ihr „Schmuckstück“ optimal zur Geltung

Baumwoll- und Leinentücher werden meist gefaltet, Seiden- und Mikrofasertücher eher bauschig gelegt.

Hier meine persönlichen Favoriten:

Das Rechteck: Der Klassiker wirkt besonders schön mit einem weißen Tuch aus feiner Baumwolle oder Leinen. Die Technik ist ideal für Business-Termine und formelle Anlässe.

Die Bauschfaltung: Diese lässige Variante ist perfekt für leichte Einstecktücher aus Seide oder leicht glänzender Mikrofaser. Im Winter kommen auch leichte Wollstoffe in Frage (siehe Titelbild).

Das Dreieck / Spitzfaltung: Diese zeitlose Variante ist ideal für einfarbige Tücher.

Dreiecks-Bauschfaltung: Diese raffinierte Mischung aus Bausch- und Spitzfaltung ist vor allem für Seidentücher geeignet. Falten Sie das Tuch nicht zu schmal. Es neigt zum Verrutschen, sobald es die Ränder der Brusttasche nicht mehr berührt.

2-Ecken / Doppelspitzfaltung: Sowohl für einfarbige als auch gemusterte Tücher geeignet.

5. Extra Tipp

Gemusterter Taschenbeutel: Bei vielen sportiven Sakkos ist der Taschenbeutel der Brusttasche aus einem schönen Futterstoff gefertigt. Stülpen Sie diesen einfach hoch, … und schon haben Sie ein Einstecktuch! Achten Sie dabei auf eine gute Qualität und Verarbeitung des Stoffes. Im Zweifel lieber ein separates Einstecktuch wählen.

… Übrigens, lassen Sie Ihr Einstecktuch Tuch zu formellen Anlässen nicht weiter als ein bis zwei Zentimeter aus der Brusttasche herausragen. Je weiter es hervorlugt, desto extravaganter wirkt es.

Konnte ich Sie neugierig machen? Vielleicht haben Sie ja bald ein kleines und feines Einstecktuch-Repertoire!

Ein paar Hersteller Tipps: von Floerke, Eton, Boss, …

Das Einstecktuch bietet so viele Spielräume und kaum starre Regeln: Experimentieren Sie drauflos und finden Sie Ihre persönliche Note.

Viel Spaß dabei!

Herzlichst

Sonja Garrison

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Materialien und Verarbeitung – Wie Sie gute von schlechter Qualität unterscheiden

Gute Qualität muss nicht zwingend teuer sein.

Haben Sie sich auch schon mal über ein teures T-Shirt geärgert dessen Seitennaht sich nach dem ersten Waschen verzieht? Oder besitzen Sie ein günstiges Kleid welches locker als Designerstück durchgeht? Die Wirkung unserer Kleidung ist maßgeblich von der Qualität der Stoffe und der Verarbeitung abhängig. Ein Kleidungsstück verfehlt seine Wirkung wenn es all zu „billig“ wirkt.

So wie es im hochpreisigem Segment mal weniger gute Qualitäten gibt, so findet man auch bei günstigen Anbietern gute Qualität und Verarbeitungen. (Ausgenommen „Marken“ bei denen man eine Hose für 7,00 Euro erwerben kann). Als Laie ist es auf den ersten Blick oft schwer die Merkmale guter Qualität zu erkennen. In meinen Aus- und Fortbildungen war Textilkunde stets ein wichtiges Thema. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die wichtigsten Tipps verraten, wie auch Sie die Spreu vom Weizen trennen können:

1. Verarbeitung und Details

Überprüfen Sie bereits im Geschäft ob Knopflöcher und Taschen schön verarbeitet sind. Auch die Knöpfe sollten sauber vernäht sein. Eine Naht (z.B. Seitennaht, Abnäher) sollte glatt verlaufen und sich nicht ziehen oder wellen. Bilden sich kleine Lücken beim Auseinanderziehen einer Naht, oder wenn das Nähgarn deutlich sichtbar wird (Leiterbildung), dann wurde mit falscher Fadenspannung genäht. Eine solche Naht wird immer unruhig bleiben. Dies fällt besonders an der Knopfleiste von Herrenhemden und Damenblusen, sowie an Kragen auf. Bügeln wird hier wenig helfen oder nur sehr mühsam sein.

2. Passform

Ein Kleidungsstück kann noch so teuer und hochwertig sein – wenn es nicht richtig sitzt, dann wird es nicht überzeugend wirken. Und auf dem Bügel sieht es nun mal völlig anders aus als angezogen. Probieren Sie Kleidung also vor dem Kauf unbedingt an! Bewegen Sie sich darin, gehen Sie ein paar Schritte, setzen Sie sich damit. So zeigt sich schnell ob es wirklich optimal sitzt. Unterwäsche sollte sich dabei nicht abzeichnen, das Kleidungsstück sollte nicht verrutschen, nicht einengen oder unschöne Falten schlagen.

Ich bin immer wieder erstaunt wie oft Kleidung „blind“ gekauft und Zuhause noch nicht einmal überprüft wird. So sind Schrankhüter vorprogrammiert.

3. Material / Rohstoff

Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Wolle bieten hinsichtlich des Tragekomforts die angenehmsten Eigenschaften. Sie sind atmungsaktiv und nehmen Feuchtigkeit auf. Kunstfasern haben oft einen schlechten Ruf, müssen jedoch nicht zwangsläufig schlecht sein. Sie können die negativen Eigenschaften mancher Naturfasern sogar ausgleichen (u.a. Knittern, Ausleiern, Ausbluten von Farben). Der Anteil an Kunstfasern sollte allerdings geringer ausfallen als der Anteil der Naturfasern. Wenn Sie „Seidenbluse“ lesen, und im Etikett steht 90 % Polyester und 10 % Seide, dann ist dies ein Täuschungsmanöver. Und an einem  „Wollpullover“ aus 85 % Polyacryl und nur 15 % Wolle werden Sie nicht lange Freude haben. Es kommt also auf die richtigen Anteile an.

Hier die wichtigsten Materialien:

  • Baumwolle und Leinen nehmen Feuchtigkeit gut auf, verlieren aber schnell die Form. Ein geringer Elastananteil verhindert dies. Achten Sie auf das Maschenbild. Bei hochwertigen Shirts verläuft das Maschenbild gerade. So verzieht sich nichts. Verlaufen die Maschen hingegen schief, entsteht nach einigem Waschen die typisch verzogene Seitennaht.
  • Viskose bewirkt einen fließenden, edlen Fall der Kleidung und ist eine günstigere Alternative zu hochwertiger Seide. Viskose lässt sich gut waschen, allerdings knittert die Kleidung sehr leicht. TIPP: Machen Sie beim Kauf den „Knautschtest“. Greifen Sie in das Material hinein und drücken Sie es fest zusammen. Springt es danach mit nur wenigen Falten, oder sogar glatt zurück, ist die Qualität in Ordnung. Ist es danach jedoch völlig zerknittert, sind lange Bügelsessions vorprogrammiert. Viskose wird übrigens aus Cellulose hergestellt, die man aus Pflanzenfasern gewinnt (u.a. aus Holz oder Baumwolle).
  • Polyester ist eine pflegeleichte Kunstfaser. Sie ist formbeständig und knittert kaum. Kleidung aus Polyester trocknet sehr schnell, da die Faser keine Feuchtigkeit aufnimmt. Für Sportbekleidung ist das optimal. Der Schweiß kann am Körper schnell trocknen und man kühlt nicht aus. Bei normaler Alltags-Kleidung ist das eher von Nachteil. Wärme staut sich und der Schweiß bleibt an der Oberfläche der Faser haften. Dort wird er von Bakterien zersetzt und es beginnt unangenehm zu riechen. Mein TIPP: Waschmittel für Sportbekleidung auch ab und zu für normale Kleidung aus 100 % Polyester nutzen. Dieses bekämpft Bakterien und neutralisiert Gerüche (Bitte sparsam verwenden!)
  • Acryl (Polyacryl) ist eine Kunstfaser, die auf den ersten Blick ähnliche Eigenschaften wie Wolle hat. Sie ist flauschig, fühlt sich weich an und knittert nicht. Jedoch wärmt sie nicht gut, speichert keine Feuchtigkeit und die Haut kann nicht atmen. Zudem ist das Material anfällig für Pilling (s.unten). Zu guter Letzt lädt es sich sehr leicht elektrostatisch auf. Fliegende Haare und kleine Schläge sind die Konsequenz. Wenn Polyacryl, dann also nur in sehr geringen Anteilen.

4. Oberflächenbeschaffenheit

Eine edle, gleichmäßig glatte Oberfläche wirkt hochwertig. Gezogene Fäden, Glanzstellen vom Bügeln, … all das lässt ein Kleidungsstück minderwertig erscheinen. Und jeder kennt sie … die typischen Knötchen an der Oberfläche der Kleidung. Pilling! Diese entstehen bei Materialien mit abstehenden Fasern (Kaschmir, etc.) in Verbindung mit Reibung. Gänzlich vermeiden lassen sie sich nicht. Doch bei hochwertigen Rohstoffen und Verarbeitung entstehen die Pillings sehr viel später. Test: Reiben Sie an einer kleinen Stelle für 10 Sekunden zwei Schichten des Stoffes mit etwas Druck aneinander. Wenn sich schon jetzt kleine Knötchen bilden, ist das ein Zeichen für schlechte Qualität. Bereits vorhandene Pillings lassen sich gut mit einem Fusselrasierer entfernen.

5. Geruch

Machen Sie im Geschäft den Geruchstest. Wenn ein Kleidungsstück künstlich/chemisch/beißend/muffig riecht, lassen Sie lieber die Finger davon. Meist werden in der Textilproduktion chemische Veredelungsverfahren eingesetzt um dem Material bestimmte Eigenschaften zu geben (kein Einlaufen, bügelfrei, dauerhafter Glanz, Färben, etc.). Manche dieser Verfahren sind für die Umwelt sehr belastend und auch der Einfluss auf unsere Gesundheit ist nicht unerheblich. Kunstleder enthält z.B. oft Weichmacher (Phthalate) um es griffiger und anschmiegsamer zu machen.  Bei „bügelfreien“ Hemden wird das Garn beim Verspinnen überdreht und entweder Synthetikfasern untergemischt, was nicht weiter ist. Alternativ werden oft Kunstharze in das Gewebe eingelagert. Sie erhöhen die elektrostatische Aufladbarkeit des Stoffes und können die Haut reizen. Zudem leidet die Atmungsaktivität des Stoffes. TIPP: Riecht das ganze Geschäft chemisch/beißend. Dann verlasse ich meist rückwärts den Laden.

Also … Augen (und Nase) auf beim Kleiderkauf. Das schont den Geldbeutel und Sie haben länger Freude an Ihren Kleidungsstücken. Dies ist übrigens auch ein Beitrag zur Umwelt und ein Zeichen gegen die „Wegwerfkultur“ in der Modebranche.

Herzlichst

Sonja Garrison