wohin mit aussortierter Kleidung
Allgemeines

Wohin mit aussortierter Kleidung – spenden oder verkaufen?

Dein Kleiderschrank ist voll und trotzdem hast Du das Gefühl: „Ich habe nichts anzuziehen.

Also nimmst Du Dir Zeit, räumst auf, mistest Deinen Kleiderschrank aus und plötzlich liegt er da: Der Stapel mit Kleidung, die gehen darf.

Doch wohin mit aussortierter Kleidung?

Wegwerfen? Spenden? Verkaufen?

Genau das erlebe ich seit über 21 Jahren Stilberatung immer wieder mit meinen Kundinnen. Sobald klar ist, was wirklich zu einem passt – welche Farben, Schnitte, der persönliche Stil – fällt das Aussortieren deutlich leichter.

Doch vor allem bei gut erhaltenen Stücken fällt es schwer loszulassen und es bleibt ein ungutes Gefühl. Denn zum „Wegwerfen“ sind die Sachen oft viel zu schade.

Damit Du nach dem Ausmisten wirklich Platz schaffst und aussortierte Kleidung nicht im Keller versauert, habe ich ein paar Tipps für dich.

Ich zeige Dir, welche Möglichkeiten Du hast – je nachdem, wie nachhaltig, bequem oder wie zeitintensiv Du vorgehen möchtest.

Erst entscheiden: Aussortierte Kleidung spenden oder verkaufen?

Schau Deinen Kleider-Stapel in Ruhe durch und frage Dich:

  • Was möchte ich verschenken bzw. spenden?
  • Was ist noch hochwertig genug für den Verkauf?
  • Möchte ich Zeit investieren – oder soll es schnell & unkompliziert gehen?

Sortiere die Kleidung in zwei Kategorien (spenden / verkaufen).

 

1. Alte Kleidung spenden – aber sinnvoll

Der Gedanke liegt nahe: Ab in den Altkleidercontainer. Ich habe dies früher oft genutzt und mich irgendwann gefragt: „Was passiert mit der Kleidung im Altkleidercontainer?“.

Ein großer Teil der Kleidung wird recycelt und zerschreddert (z.B. für Umzugsdecken, Isoliermaterial) und teilweise wird sie weiterverkauft. Nur ein kleiner Anteil der Kleidung kommt tatsächlich dort an, wo Menschen sie direkt benötigen.

Das Problem: Viele nutzen den Altkleidercontainer als Mülleimer für kaputte Kleidung, sodass das Sortieren immer aufwändiger wird. Zudem landet viel minderwertige Fast-Fashion Ware darin, die schnell kaputt geht.

Daher packe ich in den Altkleidercontainer nur noch sehr wenig Kleidung und versuche die gut erhaltene Kleidung sinnvoll zu spenden.

Wo kann ich Kleidung sinnvoll spenden?

Wenn Du gezielt und verantwortungsvoll spenden möchtest, sind diese Optionen sinnvoller:

  • Oxfam verkauft gut erhaltene Kleidung in eigenen Läden in Deutschland. Zur Oxfam Webseite. Der Erlös fließt in internationale Entwicklungsprojekte.
  • Kleiderläden, z. B. vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Hier wird die Kleidung geprüft und direkt an Bedürftige weitergegeben oder für kleine Beträge verkauft. Hier findest Du eine Suchfunktion für Kleiderläden in Deiner Region: DRK Kleiderläden.
  • Frauenhäuser und ähnliche Einrichtungen: Bitte vorher fragen, ob und welche Kleidung benötigt wird.

Wichtig und eigentlich es sollte selbstverständlich sein: Gib nur saubere, tragbare und möglichst zeitgemäße Kleidung ab. Kleidung mit Löchern, Flecken oder muffige Kleidung hat dort nichts zu suchen!

 

2. Gebrauchte Kleidung verkaufen

Und wohin mit sehr gut erhaltener Kleidung, fast neuwertig oder sogar Designerstücken? Hier lohnt sich der Verkauf.

Oft entdecke ich beim Garderobencheck mit meinen Kundinnen qualitativ sehr gute Kleidung – teilweise ungetragen und mit Etikett.

Je nachdem, wie viel Zeit Du investieren möchtest, gibt es unterschiedliche Wege Deine Kleidung zu verkaufen:

Online selbst verkaufen (mehr Aufwand, mehr Kontrolle)

Plattformen wie:

  • Vinted → eher günstige bis mittelpreisige Kleidung
  • Vestaire Collective → sehr hochwertige Kleidung und Designermode
  • Kleinanzeigen (ehemals eBay) → ein sehr breites Angebot

Du fotografierst Deine Kleidung, beschreibst sie, kommunizierst mit Interessentinnen und verschickst die Sachen selbst.

Ich nutze diese Variante gerne, auch wenn es manchmal etwas mühsam ist.

Damit Du bei den oben genannten Plattformen mit Deinen Artikeln sichtbar bleibst, solltest Du sie am Wochenende einstellen und nur saisonale Kleidung hochladen. Wenn sie nach mehr als 8 Wochen nicht verkauft wurden, solltest Du sie löschen und neu einstellen. So bleibst Du für den Algorithmus sichtbar.

Online Verkaufen lassen (weniger Aufwand)

Wenn Du es einfacher möchtest:

Sellpy und ähnliche Anbieter, wie Mädchenflohmarkt, übernehmen den Prozess für Dich.

Sellpy schickt Dir für einen kleinen Betrag von ca. 3 Euro eine große Versandtasche. Bei Mädchenflohmarkt nutzt Du einen eigenen stabilen Karton, füllst ihn und nutzt das Versandlabel, das Dir Mädchenflohmarkt zur Verfügung stellt.

Die Anbieter übernehmen das Erstellen der Fotos, die Beschreibung und Einstellung in den Shop, sowie den Versand.

Du erhältst einen prozentualen Anteil am Verkauf, der je nach Verkaufspreis zwischen 50 – 70 % liegt.

Bequem – aber mit weniger Gewinn.

 

3. Second-Hand-Läden & Flohmärkte vor Ort

Flohmärkte in Deiner Region sind eine gute Möglichkeit Deine Kleidung zu verkaufen. Mit großen Summen für ein einzelnes Kleidungsstück kannst Du nicht rechnen. Hier entscheidet eher die Menge und es geht vor allem um das „Flohmarkt-Gefühl“.

TIPP: Ideal für Accessoires, da diese nicht anprobiert werden müssen.

Second-Hand-Geschäfte sind eine weitere Möglichkeit vor Ort.

Diese wählen sehr genau aus, was sie annehmen – passend zur Saison und ihrer Kundschaft. Meistens erhältst Du 30–70 % des Verkaufspreises. Du gibst Deine Kleidung im Second-Hand Laden ab, dann wird sorgfältig durchgeschaut und entschieden was angenommen wird.

Tipp: Schau Dir verschiedene Second Hand Läden in Deiner Region an und finde heraus, welcher am besten zu Deinem Stil passt und wo Du zukünftig Deine Kleidung anbieten kannst.

 

Selbst „Second Hand Kleidung“ kaufen – es muss nicht immer neu sein

Wenn Deine Kleidung in gute Hände kommt, bleibt sie im Kreislauf. Es ist nachhaltig und auch ein Grund weshalb ich selbst gerne Second Hand kaufe.

Allerdings ist die Strategie beim Second-Hand Kauf etwas anders. Du darfst nicht die Erwartungshaltung haben, etwas das Du suchst, sofort zu bekommen.

TIPP: Führe eine Liste dessen was Du gerne hättest und benötigst. Auf Basis dieser Liste stöberst Du regelmäßig in Second Hand Läden und auf den oben nannten Online Plattformen.



Noch wichtiger als Ausmisten: Bewusst einkaufen!

Aussortieren, verkaufen, organisieren – all das kostet Zeit und Energie.

Die bessere Strategie ist: Fehlkäufe reduzieren.

  • Denke beim Kauf in Outfits, nicht in Einzelteilen.
  • Achte auf vielseitige Kombinierbarkeit.
  • Kenne Deine Farben, Schnitte und Deinen Stil.

Wenn Du dies umsetzt, dann hängen in Deinem Schrank bestenfalls nur Kleidungsstücke, die Du gerne und lange trägst.

Du möchtest Klarheit, bevor der nächste Fehlkauf passiert?

Wenn Du wissen willst, welche Farben Dich strahlen lassen, wie Du mit Deinem Stil und passenden Schnitten Deine Präsenz unterstreichst und wie Du stimmige Outfits planst, … dann begleite ich Dich gern.

Und ganz kostenfrei teile ich in meinem Newsletter und in diesem Blog regelmäßig praktische Tipps und Empfehlungen.

Herzlichst Sonja

 

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Wir kennen uns noch nicht? Ich bin Sonja Garrison und unterstütze vor allem Frauen auf dem Weg zu ihrem persönlichen Stil der Wirkung zeigt, ich bringe Ordnung in Kleiderschränke und gebe Sicherheit im Modedschungel. Die Beratung findet online oder in meinem Beratungsstudio in Frankfurt / Main statt.

 

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