Allgemeines, Für Frauen

8 Stylingtipps – Welche Schuhe passen zum Kleid und Rock?

Ob Sommer oder Winter. Röcke und Kleider sind das ganze Jahr über ein tolles Kleidungsstück. Doch welche Schuhe passen zum Kleid und Rock?

In meiner Stilberatung höre ich immer wieder diese Fragen:

  • Muss es unbedingt ein Schuh mit Absatz sein?
  • Welche flachen Schuhe sind geeignet – Ballerinas oder Sneaker? Welche Stiefel?
  • Und wie kombiniere ich die aktuelle Midilänge – und steht mir diese überhaupt?

Welcher Schuh, IHR perfekter Schuh zum Rock oder Kleid ist, das hat mit Ihrem individuellen Stil und Ihren Proportionen zu tun. Und es stellt sich die Frage, ob Sie überhaupt gerne – und gut – in hohen Absätzen laufen können. Im Winter kommt dann noch die „Strumpfhosen-Frage“ dazu.

Vor lauter Unsicherheit greifen viele Frauen dann doch wieder zur alt bewährten Hose.

Sie möchten ab jetzt Ihre Komfortzone verlassen – und endlich wieder mehr Kleider und Röcke tragen?

Das ist toll und freut mich!  Denn Kleider und Röcke sind weder unpraktisch, noch zu aufgetakelt für den Alltag. Und ja, Ausreden gibt es immer ;).

Meine 8 besten Styling-Tipps für die perfekten Schuhe zum Rock und Kleid:

In diesem Blogbeitrag gebe ich Ihnen daher wertvolle Tipps für passende Schuhe zu Röcken und Kleidern. So erhalten Sie eine erste Orientierung – und das weckt bestimmt den Spaß am Kombinieren.

Los geht’s …

1. Der Anlass bestimmt die Schuhwahl

Ob Sie hohe oder flache Absätze, extravagante oder dezente Schuhe wählen, ist vom Anlass abhängig.

Zum formellen Businesstermin sollte der Schuh eher elegant und zurückhaltend sein. Während Sie zu einer Party oder einer Hochzeit mit extravaganten Farben und Glamour, das Outfit großartig abrunden können.

Die aktuellen Animal Prints peppen jedes schlichte Kleid auf. Auch Strass, Samt oder kräftige Farben wie Rot, Petrol etc. setzen tolle Akzente.

Wenn Sie auf auf Reisen oder einem Stadtbummel unterwegs sind, muss es wiederum bequem sein. Und dann kommt die „Bodenfrage“. Denken Sie mal an Kopfsteinpflaster. Der Tod jedes Stilettos 😉 und ein einziger Hürdenlauf.

Daher überlegen Sie zu allererst wohin es gehen soll. Das hilft Ihnen bei der Wahl der richtigen Schuhe.

Kennen Sie meinen Outfitwegweiser? Auch hier ist die erste Frage – die „Schuhfrage“. Bei Anmeldung zu meinem Stil-Mailing erhalten Sie diesen als Dankeschön.

2. Sehen auch flache Absätze zum Kleid oder Rock gut aus?

Definitiv – ja!

Sie sollten beim Tragen flacher Schuhe, allerdings um so mehr Ihre ideale Rock- und Kleidlänge beachten. Wie Sie Ihr perfektes Kleid und die passende Länge finden, können Sie übrigens in diesem Beitrag von mir lesen.

Selbstverständlich strecken hohe Absätze, sie bewirken einen tollen Gang und sehen zum Kleid und Rock umwerfend aus. Doch es gibt Situationen, in denen diese unpraktisch sind. Deshalb auf Röcke und Kleider zu verzichten ist kein Argument. Und wenn Sie in hohen Absätzen einfach nicht gut laufen können und sich wie der Storch im Salat fühlen, dann können Sie entweder üben, einen Absatzschuh finden der Ihnen guten Halt bietet oder direkt auf flache Absätze umsteigen.

Die Alternative zum Pumps sind Ballerinas. Durch das lange Fußdekollette, strecken diese Ihr Bein trotz des flachen Absatzes. Wer die brave Variante der Ballerinas mit Schleife nicht mag, kann zu Ballerinas im Leo- oder Schlangenprint greifen oder knallige Farben wie Pink oder Türkis wählen. Auch eine spitze Kappe wirkt dynamischer.

Sneaker und Biker-Boots, Reiterstifel und flache Overknees sind weitere tolle Möglichkeiten um flache Absätze mit Kleidern und Röcken zu kombinieren. Ton-in-Ton mit den Strumpfhosen, streckt das sogar das Bein.

Flache Absätze sehen zur Minilänge besonders gut aus. Auch zur Maxilänge ergeben sich tolle Kombinationen – z.B. aus einem langen Sommerkleid und flachen Sandalen. Die aktuell trendige Midilänge, wirkt in Kombination mit flachen Absätzen allerdings eher gestaucht.

Daher geht es jetzt weiter mit den Tipps für unterschiedliche Kleid- und Rocklängen.

 

3. Welche Schuhe passen zur Mini-, Midi- und Maxlänge?

Schuhe zum Minikleid und Minirock:

Zur Minilänge sind viele Schuharten flexibel kombinierbar. Für sportliche Looks sehen Sneaker und Biker Boots lässig aus. Im Winter sind Hochschaftstiefel und Overkneestiefel alltagstauglich.

Tipp: Zwischen dem Rand des Stiefelschafts und dem Saum Ihres Kleides/Rockes sollte entweder genug Platz sein (ca. 10 cm) oder der Stiefel verschwindet unter dem Saum. Bei nur wenigen Zentimetern wirkt der Look sehr brav/bieder und proportional gestaucht.

Schuhe zum Kleid und Rock in Midi-Länge:

Zur Zeit ist die Midilänge im Trend. Sie befindet sich irgendwo zwischen Wadenlänge und noch oberhalb der Knöchel. Sie ist sehr feminin und elegant, allerdings etwas knifflig in der Kombination. Die Midilänge wirkt optisch verkürzend und verbreiternd, da sie den Blick auf den breiteren Bereich der Unterschenkel lenkt. Ob und wie gut die Midilänge Ihnen steht, hängt vor allem von der Form und Länge Ihrer Beine und Unterschenkel ab.

Sind die Beine etwas kürzer oder der Knöchelbereich nicht besonders schmal, können Sie die Midilänge mit Absatzschuhen tragen. Das kann ein Pumps mit spitzer Kappe sein oder auch ein Hochschafstiefel, der unter der Midilänge verschwindet.

Um die Silhouette beim Tragen der Midilänge positiv auszugleichen, achten Sie darauf den Oberkörper eher schmal zu kleiden. Betonen Sie die Taille außerdem durch einen Taillengürtel oder indem der Rockbund auf Taillenhöhe sitzt. Das gleicht die Proportionen aus.

Midikleider und Midiröcke lassen sich vielseitig kombinieren. Im Büro zum Blazer mit Pumps, im Sommer mit Sneakern oder Sandaletten, Slingback-Pumps, Ballerinas, Espadrilles oder auch Pantoletten.

Im Herbst und Winter sehen Hochschaftstiefel, Overknees und lässige Biker Boots zur Midilänge richtig toll aus.

Schuhe zum Maxikleid oder langem Rock:

Kurz und knapp: Mindestens knöchellange oder bodenlange Kleider sind ähnlich zu kombinieren wie die Midilänge.

Maxikleider stehen übrigens auch kleinen Frauen. Sie möchten sich optisch strecken? Dann sind Keilsandalen oder Plateau-Pantoletten ideal.

4. Stilrichtung: Klassisch, verspielt oder rockig?

Jedes Kleidungsstück erzählt Ihnen eine Geschichte und das gibt Ihnen eine Orientierung für die passenden Schuhe.

Je sommerlicher die Anmutung eines Kleides oder eines Rockes ist, desto „zarter“ sollten die Schuhe sein. Während winterliche/grobe Stoffe auch klobige Schuhe vertragen.

So wirken schwarze und sehr klassische Pumps einfach nicht gut, zum sommerlichen Kleid im Hippie-Stil. Braune Riemchensandaletten oder helle Wildlederstiefeletten passen hier viel besser. Wenn es schon ein Pumps sein muss, würde ich braune/cognacfarbene Wildlederpumps wählen.

Doch manchmal bringt es eine interessante Spannung in den Look, wenn Sie „Regeln brechen“. Biker-Boots lockern ein verspieltes Kleid mit Blümchenmuster großartig auf. Wenn es zum Stiltyp passt, sind Stilbrüche also ein extravagantes Stylingelement.

5. Welche Schuhfarbe zum Kleid und Rock?

Möchten Sie einen eher zurückhaltenden Look, dann klappt dies am besten mit Ton-in-Ton Kombinationen von Kleid/Rock und den passenden Schuhen. Auch wenn das Kleid oder der Rock die Hauptrolle des Outfits spielen soll, sollten Sie Schuhen wählen, die das Kleidungsstück unterstreichen, ihm jedoch nicht die Show stehlen.

Extravaganter wird’s mit Color Blocking: Beim Kombinieren von Kleid/Rock und Schuhen, wählen Sie hier bewusst eine Kontrastfarbe. Zum Beispiel pinke Stilettos zum Etuikleid in Rot oder Kobaltblau. Damit Ihr Outfit nicht zu unruhig und weiterhin stilvoll wirkt, sollten Sie keine weiteren Farben in den Look bringen.

Bei gemusterten und farbenfrohen Kleidern und Röcken bringt eine einfache Regel wieder Ruhe und Harmonie ins Outfit: Stimmen Sie die Schuhe auf eine Farbe ab, das im Muster oder in den Accessoires vorkommt.

Übrigens passen hautfarbene Schuhen zu jeder Akzentfarbe wie Rot, Kobaltblau Pink usw. Wenn Sie also einen Schuh suchen, der zu allen kräftigen Farben und Mustern passt, dann ist es der nudefarbene Pumps aus Lackleder, Nappaleder oder Wildleder.

6. Welche Schuhe passen zum Sommerkleid und Sommerrock?

Schön sommerlich wirken Varianten mit Schnürungen, Pantoletten mit Nieten, Fransen und anderen verspielten Details. Und sogar Stiefeletten können zu Sommerkleidern sehr stylisch aussehen. Wichtig beim Kombinieren von Sommerkleidern ist: Die Schuhe müssen den sommerlich-leichten Stil aufgreifen. Also nicht derbe/steifen Lederstiefel, sondern helle Stiefeletten aus weichem Wildleder evtl. sogar mit Lochmuster.

Sportlicher sind weiße Sneaker aus leichten Canvas-Stoffen, die auch zu verspielten Kleidern und Röcken großartig kombiniert werden können.

Für die Fans von Flip-Flops habe ich eine Bitte: So praktisch und bequem „Gummi Flip-Flops“ auch sind. Damit zaubern Sie definitiv keinen schönen Sommer-Look, fern ab von Schwimmbad oder Strandurlaub. Es gibt wunderschöne Alternativen durch Flip-Flops (Zehentrenner) aus Leder, mit schönen Metall- und/oder Strassverzierungen. So wird ein Look draus!

7. Welche Schuhe  im Herbst und Winter zum Kleid und Rock?

Im Winter sind Stiefel im Reiterstiefel-Stil ideal. Zum Rock und Kleid sind sie edel und zeitlos und es gibt sie sowohl aus Wildleder und Glattleder.

Eine extra lässige Variante zum Kleid und Rock, ergibt sich mit flachen Biker-Boots. Derzeit sind sogar wieder Varianten zum Schnüren im Trend. Stiefelletten und Boots verkürzen allerdings optisch etwas das Bein. Wenn Sie das stört, können Sie durch eine Strumpfhose im gleichen Farbton der Schuhe, den Übergang angleichen und so das Bein optisch verlängern.

Sexy – auch ohne Absatz – sind flache Overkneestiefel, die Sie mit Kleidern und Röcken kombinieren können.

Stichwort „Strumpfhose“ …

8. Welche Strumpfhose passt zum Rock und Kleid?

Zuerst stellt sich die Frage nach der Jahreszeit und direkt gefolgt dem Anlass.

Im Hochsommer wirken hautfarbene Strumpfhosen am besten, da sie den leichten luftigen Look des Sommeroutfits perfekt aufgreifen. Deshalb sind dunkle und blickdichte Varianten der perfekte Begleiter in der kalten Übergangs- und Wintersaison.

Je schicker und eleganter der Anlass, desto schöner sind hautfarbene und niedrige DEN (Denier) Varianten. Faustregel: Zwischen 15 den und 25 den im Sommer und für festliche Anlässe. In der Übergangszeit bis Herbst 30 – 50 den („semi opaque“: Fast blickdicht) und im Winter ab 60 – 100 den, was  völlig blickdicht ist.

Die Strumpfhosenfarbe richtet sich in erster Linie an der Schuhfarbe:

  • Nudefarbene und sehr helle Schuhe kombinieren Sie mit hautfarbenen Strümpfen.
  • Zum schwarzen Schuh passen, in Abhängigkeit zum restlichen Outfit, entweder hautfarbene-, schwarze Strümpfe oder die Farbe des Kleidungsstücks (z.B. Weinrot).
  • Zu blauen Schuhen sind hautfarbene und Strümpfe in Marineblau ideal. Auch die graue Variante kann je nach Outfitfarbe sehr gut aussehen.
  • Zum grauen Stiefel wieder hautfarben oder Grau.
  • Zum hellbraunen Schuh hautfarbene oder blaue Strümpfe und zum dunkelbraunen Schuh entweder hautfarbene Strümpfe, Marineblau, Grau oder Schwarz – je nach Outfit.

Somit haben wir die klassischen Schuhfarben abgedeckt.

Sind die Schuhe in einer sommerlichen Knallfarbe, dann passen wieder hautfarbene Schuhe am besten.

Handelt es sich um eine winterliche gedeckte Farbe wie Bordeaux, dunkles Petrol- oder Tannengrün, dann ist eine Strumpfhose in Marineblau, Grau oder Schwarz sehr gut.

Ein schlichtes und klares Kleid- oder Rockoutfit, kann mit gemusterten Strumpfhosen und Strümpfen perfekt gestylt werden. Mit Pünktchen, Rautenmuster, mit Lurexfäden, Spitzeneffekt, mit einer Naht oder auch ein Farbakzent in Bordeaux. Effektstrumpfhosen peppen also schlichte Looks großartig auf.

7. Welche Schuhe passen zu Abendkleid und Cocktailkleid?

Jetzt wirds weiter glamourös – auch bei den Schuhen. Edle Materialien wie Satin, Samt, Strass, metallic Effekte sind perfekt um auch den Schuhen einen eleganten Touch zu verleihen.

Je zarter das Abendkleid desto „zarter“ sollten auch die Schuhe sein. Riemchensandaletten mit Pfennigabsatz sind also perfekt. Alternativ ein spitz zulaufender Pumps.

Wer zum bodenlangen Kleid keine offenen Schuhe tragen möchte, wählt spitze Pumps (mit spitzer Kappe). Die spitze Kappe kann so unter dem langen Kleidstoff hervorblitzen, was deutlich eleganter wirkt als ein Schuh mit runder Kappe.

Zu kurzen Cocktailkleidern passen Hingucker-Schuhe perfekt. Wie wäre es mit strassbesetzten oder verzierten Pumps oder funkelnden Sandaletten? Ist das Kleid an sich eher schlicht und einfarbig gehalten, können Sie bei den Schuhen Gas geben.

Pumps und Sandalen sind nicht Ihr „Ding“. Wie wäre es mit Glamour-Stiefeletten!?

 

Die Kombination von Schuhen zum Kleid und Rock ist also auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, der Trends und der Proportionen. Experimentieren Sie mutig und verlassen Sie dabei auch mal die Komfortzone. Auch ein Modeprofi wie ich, experimentiert vor dem Spiegel und entdeckt so immer wieder neue und überraschende Möglichkeiten.

Zum Abschluss noch mal die wichtigsten Styling-Regeln:

  • Schuhe mit Fußdekolleté wirken streckend (Pumps / Ballerinas)
  • Extra lange Beine zaubern Sie mit hautfarbenen Schuhen. Diese Schuhe passen zu jeder anderen Farbe und die Beine sehen darin extra lang aus.
  • Riemchen wirken leicht verkürzend. Wen das stört: Wählen Sie zarte/schmale Riemchen, einen Absatz oder Haut(Nude)-Töne. Das gleicht optimal aus.
  • Pro Schuhart empfehle ich eine helle und dunkle Variante für vielseitige Kombinationsmöglichkeiten. Sneaker in hell und dunkel, Stiefeletten in hell und dunkel, Stiefel in hell und dunkel etc.
  • Absatz oder doch flache Schuhe? Ich achte darauf, dass all meine Kleider und Röcke in der Länge sowohl zu flachen, als auch zu Absatzschuhen abgestimmt sind. So kann ich jedes Kleid und jeden Rock flexibel kombinieren.

Sie interessiert auch welche Schuhe zu Hosen passen? In diesem Blogbeitrag habe ich über die besten Kombinationen von Hosen und Schuhen geschrieben.

Und nun – ran ans Kombinieren und viel Spaß beim Tragen Ihrer Kleider und Röcke!

Herzlichst

Sonja Garrison

 

(Bildquellen: Fotolia, Adobe Stock, Unsplash)

 

4 Kleider auf Bügeln
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Welches Kleid steht mir? – 5 Tipps für IHR Traumkleid

Das perfekte Kleid – wir ziehen es an, fühlen uns wohl, wählen ein paar Accessoires dazu und fertig ist unser femininer Look.

Neulich erreichte mich diese Nachricht von einer Kundin, die mein Herz höher schlagen ließ: „Deine Beratung hat bereits Früchte getragen. Diesen Sommer trage ich zum ersten Mal Kleider und finde es super. Ich fühle mich sogar wohl darin und strahle dies auch aus!“

Viele meiner Kundinnen sind unsicher was zu Ihrer Figur passt. Und auch welche Stilrichtung geeignet ist. Kaufen wir ohne Orientierung, reiht sich ein Kleid neben dem Anderen im Schrank, doch so wirklich wohl fühlen wir uns in keinem.

Dabei macht es ein Kleid so schön einfach ein tolles Outfit zu zaubern. Und es gibt unzählige Varianten. Aber welche Form und vor allem welche Länge ist die Richtige für die eigene Figur?

Meine 5 wichtigsten Experten-Tipps, damit Sie IHR Traumkleid finden:

1. Ihr Figurtyp

Die Basis für die Suche nach Ihrem perfekten Kleid bildet das Bewusstsein über die eigenen Proportionen. Denn Ihr Figurtyp bestimmt die Silhouette des Kleides. Ist die Figur eher kurvig, geradlinig, die Schulter eher breit oder schmal, ist der Bauch flach oder eher rundlich. Das optimale Kleid passt sich unserer Figur an – und nicht umgekehrt. Als Orientierungshilfe habe ich die gängigsten Figurtypen und deren passende Kleidform zusammengestellt. Erkennen Sie sich wieder?

Kleid für die X-Figur

Egal ob extra kurvig oder zierlich, die X-Figur besticht durch das ausgewogene Verhältnis von Schulter- und Hüftbreite und eine deutlich schmalere Taille. Optimal sind Kleider die dieser Silhouette folgen: Das Etuikleid und ein Kleid in leichter A-Linie sind typische Beispiele. Extra weite, völlig formlose Kleider ohne jegliche Taillenbetonung, verfehlen hingegen ihre Wirkung. Durch die ausgewogene Proportion ist neben Faltendetails, Drapierungen, ärmellos bis 3/4 Arm, Trompetenärmel, Carmenausschnitte einfach alles möglich. Tipp: Eher lockere Kleider können Sie durch einen Taillengürtel „auf Figur“ bringen.


Kleid für die H-Figur

Die H-Figur ist gerade gebaut. Schulter- und Hüfte sind ausgewogen, die Taille kaum ausgeprägt. Wer sich mehr Kurven zaubern möchte liegt mit ausgestellten Rockteilen und betonter Schulterpartie goldrichtig. Das schafft Volumen an Schulter und Hüfte und lässt die Taille schmaler erscheinen. Drapierungen im Taillenbereich, diagonale Wickeleffekte, Schleifen, luftige Trompetenärmel schaffen bei Ihren Kleidern stets weibliche Akzente. Soll es eher lässig sein, sehen auch geradlinig geschnittene Kleider gut aus. Weich fließende Stoffe sind dafür ideal (Leinen, Tencel, Seide).


Kleid für die V-Figur

Die breiten Schultern im Vergleich zur Hüfte sind typisch für die V-Figur. Verstärkend wirkt zusätzliches Volumen im Oberkörper z.B. Falten und Schulterpolster. Möchten Sie die Proportion eher ausgleichen? Dann zaubern Sie mehr Volumen im Hüftbereich durch A-Linienkleider, Kleider mit Schößchen, sowie Falten und Volants im Rockteil. Um die Schultern zu verschmälern sind langgezogene V-Ausschnitte, Wickeleffekte, lange Ketten und Bänder ideal. Diese sorgen zusätzlich für Streckung des Oberkörpers.


Kleid für die A-Figur

Die A-Figur ist weiblich und kurvig im Bereich der Hüfte, am Po und oft auch der Beine. Im Vergleich dazu ist der Oberkörper deutlich schmaler gebaut. Optimal sind daher Kleider die den Oberkörper in Szene setzen: Durch breite Ausschnitte (U-Boot/Carmen), besondere Details wie Rüschen, Spitze oder auch eine extravagante Kette. Das Rockteil des Kleides ist eher schlicht gehalten und sollte leicht ausgestellt, aber nicht zu weit geschnitten sein.


Kleid für die O-Figur

Bei der O-Figur liegt der Schwerpunkt auf der Körpermitte. Der Bauch und evtl. die Oberweite ist eher üppig. Die Beine und Arme in Relation dazu oft schmal. Zart fließende Hängerkleider in geradem Schnitt oder leichter A-Linie sind ideal um den Bauchbereich zu umspielen. Die Gesamtlänge der Kleider sollte eher kurz gehalten sein um den Blick auf die Beine zu lenken. 3/4 Ärmel sind ideal, da so die Handgelenke sichtbar und die Arme optisch gestreckt werden. Weitere senkrechte Betonungen z. B. durch lange Ketten, strecken den Oberkörper optisch. Tipp: Halten Sie bei aller Weiter des Kleides den Unterbrustbereich ein wenig schmaler (hochgezogene Taille).


2.  Welches Kleid bei großem und kleinem Busen

Eine kurvige, große Oberweite wird durch Wickeleffekte und V-Ausschnitte besonders schön in Szene gesetzt. Der Oberkörper wird gestreckt und das Dekolleté wunderbar betont. Enge Halsausschnitte können Sie durch lange Ketten optisch strecken. Achten Sie vor allem auf das geeignete „Darunter“. Ein gut sitzender BH ist der erste wichtige Schritt zu Ihrem perfekten Kleid. Mein Tipp die Kleider von Maximilia.

Wenn Sie einem kleinen Busen optisch mehr Volumen zaubern möchten, sind Hemdblusenkleider mit Brusttaschen, Raffungen, Spitzendetails, Rüschen und Volants ideal. Auch Kleider mit dem aktuellen Carmenausschnitt zaubern mehr Volumen.

 

3. Körpergröße

Die deutsche Frau ist im Durchschnitt ist ca. 170 cm groß. Ab ca. 175 cm gilt eine Frau hierzulande als groß, ab ca. 165 cm als klein. Darauf abgestimmt werden die Kleidungslängen und Proportionen konfektioniert. Ist man deutlich größer oder kleiner als der Durchschnitt bringt das manche Tücken mit sich. Denn je nach Körpergröße variiert nicht nur die Beinlänge, sondern auch die Rückenlänge, Taillenhöhe etc. So kann ein Gürtel der eigentlich auf Taillenhöhe sitzen soll, bei einer großen Frau deutlich höher sitzen und bei einer kleinen Frau in Richtung Bauchhöhe rutschen. Auch die Brustabnäher sitzen evtl. nicht richtig oder die Träger sind viel zu lang oder zu kurz. Also Augen auf!

Große Frauen

Sehen Sie Ihre Größe wie eine Leinwand und nutzen Sie diese. Lange Kleider mit extravaganten Details (Drapierungen, Muster, Wickeleffekte etc.) stehen Ihnen daher besonders gut. Besonders wichtig ist die exakte Länge des Kleides. Ein als lang deklariertes Kleid, das Ihnen gerade so bis zur Wade reicht, verfehlt seine Wirkung. Einige Hersteller bieten hier extra Langgroßen wie z.B. Asos Tall, Boden.

Kleine Frauen

Ihr perfektes Kleid ist einfarbig oder mit nur dezentem Muster. Zu große, unruhige Muster, extra viel Volumen und Details wirken „erdrückend“. Kurze Kleider – bis max. Knielänge – sind für Sie optimal und sorgen für maximale Streckung. Diese Länge sieht sogar zu flachen Schuhen gut aus. Entgegen vieler Meinungen, stehen Ihnen auch lange Kleider. Diese sollten allerdings im Bereich des Oberkörpers schmal geschnitten sein. Einfarbig oder nur dezente Muster lenken den Blick auf Sie – und nicht von Ihnen ab! Mit der aktuellen Midi-Länge (ca. Wadenlänge) wirkt das Bein kürzer und gedrungener als es eigentlich ist. Lassen Sie sich Ihre Kleider also entsprechend kürzen, falls Sie es im Landen nicht exakt vorfinden. Viele Hersteller bieten mittlerweile Linien für kleine Frauen an. Beispielsweise BODEN – petite oder auch Banana Republic.


4. Ihre perfekte Kleidlänge

Es gibt eine Formel mit der sich das optimale Verhältnis zwischen Körpergröße und Kleid/Rocklänge ganz leicht ermitteln lässt: „Der goldene Schnitt“. Der goldene Schnitt ist eine „Gestaltungsformel“ die besagt, dass ein bestimmtes Längenverhältnis zueinander besonders harmonisch wirkt – die Einteilung einer Gesamtlänge in 1/3 und  2/3. Nehmen Sie sich ein Maßband und vermessen Sie sich von ca. Schultergelenk / Schlüsselbeinhöhe bis zum Knöchel. Teilen Sie diese Strecke durch 3. Bei mir sind das knapp über 129 cm ./. 3 = 43 cm x 2 = 86 cm. Das ist meine optimale Kleidlänge, die bei mir bis ca. 1 Handbreit oberhalb des Knies reicht.

Und bei Ihnen?

„Ich soll meine Knubbel-KNIE zeigen?!“ Das denken jetzt bestimmt einige von Ihnen. Diesen Satz höre ich nämlich sehr häufig von meinen Kundinnen. Falls auch Sie Ihre Knie nicht zeigen möchten, gehen Sie 4-6 cm länger und gleichen Sie diese Länge durch einen Absatzschuh aus.

Übrigens – aktuell ist die Midilänge in Mode. Fernab des goldenen Schnitts, bringt diese Länge so manche Proportionen merkwürdig durcheinander. Man kann hier aber einige Tricks anwendend, um dennoch einen schönen Look zu zaubern. Ein Trick von vielen ist es, die Länge an einen schmalen Punkt des Beins reichen zu lassen. Das heißt im Umkehrschluss, genau auf Höhe der Wade, ist die Länge weniger vorteilhaft als etwas länger in Richtung der Knöchel. Probieren Sie es einfach mal vor dem Spiegel aus.

5. Trendteil vs. Klassiker

Hier ist Ihr persönlicher Geschmack, der Anlass und Ihr Stiltyp entscheidend. Suchen Sie ein Kleid das zu vielen Anlässen passt und an dem Sie auch noch in 5 Jahren Freude haben, dann wird die Farbe Pink mit Blumenmuster nicht die richtige Wahl sein – egal wie gut Ihnen das Kleid steht. Überlegen Sie also genau für welche Anlässe Sie Ihr Kleid gebrauchen können und welche Farbe, ob uni oder gemustert, welche Details und Schnittführungen zum Anlass und auch zu Ihrer „Stilpersönlichkeit“ passen.

Oft ist ein schlichtes Kleid am vielseitigsten kombinierbar. Denken Sie an ein Dunkelblaues oder schwarzes Kleid. Mit flachen Sandalen, Umhängetasche und einer Jeansjacke wird es alltagstauglich. Schnappen Sie sich die High Heels und eine Clutch sind Sie perfekt für den Abend gestylt. Und mit schlichten Pumps und einem Seidenschal businesstauglich. Seien Sie kreativ!

 

Extra-Tipp:

Liegt zwischen Oberkörper und Unterkörper ein Größenunterschied vor, können Sie das Kleid von einem Änderungsschneider anpassen lassen. Aber Achtung, als gelernte Damenschneiderin weiß ich, jede Änderung hat seine Grenzen. Daher sollten das Kleid im Wesentlichen bereits gut sitzen.

Alternativ: Maßanfertigung ODER zaubern Sie sich mit einem Rock und einem gleichfarbigen Oberteil, Ihren persönlichen Kleid-Look.

Die Suche nach dem perfekten Kleid lohnt sich. Shoppen Sie am besten nicht unter Druck. Probieren Sie unterschiedliche Formen aus und spielen Sie mit den Längen. So gewinnen Sie ein Gefühl dafür was Ihnen steht und worin Sie sich wohl fühlen.

Vor ein paar Wochen konnte ich eine Kundin mit gleich 3 Kleidern beim Personal Shopping beglücken.

„Das hätte ich mich selbst NIE getraut und anprobiert!“

Ein Erfolg auf ganzer Linie!

Herzlichst

Sonja Garrison

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